Cast #108 – Retro-Film Review – Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung

Wir haben uns mit Star Wars Episode 1 einen Klassiker aus dem Star Wars-Universum aus dem Jahre 1999 angeschaut, mit dem wir sehr viele schöne Erinnerungen verbinden.

2 Gedanken zu „Cast #108 – Retro-Film Review – Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“

  1. Hallo ihr beiden,

    tolle Folge, habe ich sehr gern gehört. Unglaublich, dass Erik noch alle Kinokarten aufbewahrt hat und die Fanclub T-Shirts sind natürlich schon ziemlich episch! Sehr schön nostalgisch. Ich selbst habe die Kinopremiere damals zwar nicht live miterlebt aber es war sehr interessant, eure Sicht und Erinnerungen dazu zu hören. Der Hype von damals ist ein wenig rübergeschwappt.

    Gruß
    Sir Toby

  2. Hallo Eric, Hallo Daniel!

    Vielen Dank für das Teilen eurer Erinnerungen an “Star Wars Episode I – Die dunkle Bedrohung”! Durch euren Podcast habe ich mich an das eine oder andere Detail über den Film und das ganze “Drumherum” erinnert. Ich selbst bin Baujahr ’85 und sah die Original Trilogy Anfang der 90iger auf Pro Sieben. Ich habe sie auf VHS aufgezeichnet und danach immer wieder geguckt. Ein großer Star Wars-Fan wurde ich trotzdem nie, vielleicht weil Star Trek schon diesen Platz eingenommen hatte. Dennoch mochte ich die Charaktere, die Story und das ganze Universum und war richtig gehypt, als Episode I angekündigt wurde. Der Werbung für den Film konnte man ja praktisch nicht entkommen, weil sie einfach ÜBERALL war! So krass hatte ich das zuvor nur bei “Jurassic Park” und “Independence Day” erlebt, aber Star Wars setzte noch eine Schippe drauf. Mein fünf Jahre älterer Bruder war im Jahr 1999 bei der Bundeswehr und erzählte mir, dass er zusammen mit seinen Kameraden auf der Stube eine Version von Episode I in furchtbar schlechter Auflösung und kaum zu verstehendem englischen Ton gesehen hatte, das muss wohl der von euch angesprochene Bootleg gewesen sein. Außerdem hatte er seinerzeit den offiziellen Roman zum Film gelesen. Die FSK 6-Freigabe war damals schon ein riesiger Aufreger, weil Episode I dadurch sofort als “Kinderfilm” verschrien war. Es soll Kinovorstellungen gegeben haben, die überwiegend von Erst- und Zweitklässlern besucht wurden. Einigen Medienberichten zufolge musste man damit rechnen, eine Star Wars-Version der Teletubbies zu sehen. Ich wollte mit meinen vierzehn Jahren einfach nur endlich einen Star Wars-Film im Kino sehen und wissen, ob hinter dem ganzen Hype wirklich etwas steckt.

    Um es gleich vorweg zu sagen: Ich fand Episode I gut bis sehr gut! Ja, er fühlte sich nicht wie die OT an, aber hey! Es war eben ein moderner Film aus dem Jahr 1999 und bildet nur den Auftakt für eine neue Trilogie. Die FSK 6-Freigabe störte mich auch nicht. Jar Jar Binks fand ich zwar albern, aber durchaus lustig. Allein der Title Crawl und das Main Theme zogen mich in ihren Bann und ich war ab der ersten Sekunde gefesselt. Der Film machte sehr vieles richtig und war Balsam für mein Fan-Herz. Damals konnte ich dem Film wirklich kaum etwas ankreiden. Das lag sicherlich auch an meinem Alter und der damit einhergehenden Begeisterungsfähigkeit. Ich wollte Episode I mögen und war nicht nur positiv gestimmt, sondern äußerst unkritisch oder sogar blauäugig.

    Heute muss ich leider sagen: Star Wars Episode I – Die dunkle Bedrohung” ist ein Film, den ich vor langer Zeit einmal mochte. Beim ersten Anschauen im Kino fielen mir nur zwei Szenen negativ auf. Die erste war Boss Nass’ Aussage, der einzige Weg zu den Naboo führe “durch den Kern des Planeten”. Da fragte ich mich sofort, ob jetzt etwa eine Story wie in “Die Reise zum Mittelpunkt der Erde” folgen würde. Die Auflösung bestand aber einfach nur darin, dass Obi-Wan Kenobi, Qui-Gon Jinn und Jar Jar Binks in ihrem U-Boot auf der anderen Seite des Planeten aus dem Wasser auftauchen. Das fand ich tatsächlich schon damals enttäuschend. Die zweite Szene war Qui-Gons Erklärung über die Midi-Chlorianer und wie sie mit der Macht zusammenhängen. Merkwürdig war für mich hier, dass diese Midi-Chlorianer in der OT nie erwähnt wurden, obwohl sie doch angeblich so wichtig sind.

    An der Story kann man wie ich finde bei näherer Betrachtung schon ein paar Logikfehler finden, die z.T. gar nicht so klein oder unwichtig sind. C3PO habt ihr schon angesprochen. Mich störte er damals auch nicht, aber wieso baut der Sklavenjunge Anakin einen Protokolldroiden, der Millionen von Sprachen beherrscht? Er kann all diese Sprachen doch gar nicht kennen, weil er nie eine Schule geschweige denn andere Planeten besucht hat! Er sagt, C3PO solle seiner Mutter helfen. Und wie tut er das bitte? Dieser Androide kann noch nicht mal seine Arme strecken! Ich finde, Anakin hätte lieber einen automatischen Staubsauger-Roboter bauen sollen. Ein anderes Thema ist der Angriff der Handelsföderation auf die Naboo. Zuerst errichtet die Handelsföderation mit einer Flotte von Droidenkontrollschiffen eine Blockade um Naboo (Episode IV lässt grüßen!). Wieso landen sie ihre Truppen anschließend in einem Sumpf auf der entgegengesetzten Seite des Planeten, obwohl sie die Naboo-Hauptstadt angreifen/erobern wollen? Warum landen sie nicht sofort mit einer Übermacht aus Kampfdroiden, Panzern usw. in deren Hauptstadt und übernehmen den Laden?

    Episode I hat für mich trotz seiner Schwächen den Bonus des Auftakt-Films zu einer neuen Trilogie. Darum möchte ich ihn nicht so hart kritisieren. Mir fällt aber auf, dass ich auch damals einiges hinterfragt habe. Der Film wird dadurch zwar nicht wesentlich schlechter, aber er verliert etwas an Kraft. Die wirklichen Probleme sehe ich aber v.a. bei Episode II und III, weil sie meiner Meinung nach keine sinnvolle Weiterentwicklung von Episode I darstellen.

    Macht’s gut,

    Michael

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